„PROVINZ POMMERN. — REGIERUNGS-BEZIRK STETTIN. — KREIS RANDOW.
Das Rittergut Blumberg war früher, so weit die geschichtlichen Nachrichten reichen, ein altes Lehn des Geschlechts derer von Sydow. Im Jahre 1763, den 24. Februar wurde dasselbe von dem damaligen Besitzer, Landes-Director Carl Friedrich von Sydow, an seinen Schwiegersohn Heinrich Carl von der Osten, aus dem Hause Plüggentin-Penkun, verkauft und hiernächst 1781 als Allodium der Familie von der Osten erklärt. Heinrich Carl von der Osten verkaufte hierauf das Gut Blumberg 1792 seinem zweiten Sohne gleichen Namens, welcher es 57 Jahre hindurch bewirtschaftete. Während dieses Zeitraums wurde von demselben nicht allein das Wohnhaus mit zwei gleichmässigen, parallel laufenden Flügeln, deren einer die Wirthschafts-Räume, der andere zwei Säle enthält, erbaut, sondern auch alle übrigen zur Occonomie nothwendigen Gebäude massiv aufgeführt, ausserdem aber die Ackerfläche in einen vorzüglichen Kulturzustand gebracht. Nach seinem am 29. März 1849 erfolgten Tode ging Blumberg an seinen Sohn Heinrich Ludwig Bernhard Florentin von der Osten über, in dessen Besitz es sich gegenwärtig noch befindet. Das Rittergut Blumberg mit Einschluss der Vorwerke Carlsberg und Hammelstall umfasst ein Areal von 10,021 Morgen, gebildet durch 3766 Morgen nutzbarer Ackerfläche, 1419 Morgen Wiesen, 4750 Morgen Wald und raumerHütung, und 556 Morgen Gärten, Wege und Gewässer. Die Lage desselben ist hoch und gesund. Nach Westen bietet sich dem Blicke über das waldbekränzte Randow-Thal weit in die Uckermark hinein, ein herrliches Panorama dar.“
Quelle: Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen Grundbesitzer in der preussischen Monarchie : nebst den königlichen Familien-, Haus-Fideicommiss-Schatull-Gütern in naturgetreuen, künstlerisch ausgeführten, farbigen Darstellungen ; nebst begleitendem Text. Duncker, Alexander (Hrsg.), Berlin : Duncker, (1857/83). [Digitalisierter Druck] ; [Elektronische Ressource]. Berlin: Zentral- und Landesbibliothek 2006.

Im Jahre 1763 gelangte das Rittergut Blumberg durch Kauf in den Besitz von Heinrich Karl von der Osten. 1792 entstand das zweigeschossige neunachsige Herrenhaus. Die eingeschossigen Seitenflügel wurden 1806 ergänzt. Die architektonisch anspruchsvollen Wirtschaftgebäude mit einer Brennerei entstanden zwischen 1804 und 1849. 1945 wurde das Gut enteignet und Staatsgut. Nachkommen der Familie von der Osten haben das Gut 1996 wieder erworben.